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Imaginary Landscape

Hommage an John Cage

Künstler*innen: Anna Baranowski, Julius Heinemann, Victor Mazon Gardoqui, Satoshi Morita, Martin Rauch, Max Schneider/Alexander Stefas, Heidrun Schramm, Susann Winter


Anlässlich des diesjährigen 100. Geburts- und 20. Todestages von John Cage widmet der Kunstverein Gera e.V. dem amerikanischen Künstler-Komponisten eine Ausstellung mit Werken neun junger internationaler Medien-KünstlerInnen. Die Ausstellung „Imaginary Landscape – Hommage an John Cage“ zeigt in den Galerieräumen des Kunstvereins am Markt 8/9 in Gera von Cages künstlerischem Werk und Gedankengut beeinflusste Medien- und Klangarbeiten.

                     
Der Ausstellungstitel ist einerseits eine Reminiszenz an eine der ersten medialen Kompositionen, die „Imaginary Landscapes, No. 1-5“ (1939-1952) von John Cage. Andererseits ist der Titel metaphorisch und zugleich programmatisch zu verstehen: Die Ausstellung zeigt zeitgenössische Klangarbeiten von jungen Künstler*nnen, die den Begriff der Landschaft in der gegenwärtigen Kunst reflektieren und deren wichtigstes Medium die Imagination, die Einbildungskraft ist. Die Ausstellung möchte einerseits an das Werk und die Denkweise eines der wegweisendsten Künstler des 20. Jahrhunderts anknüpfen, andererseits den Begriff der Landschaft in der zeitgenössischen Kunst untersuchen. In Anlehnung an Cages künstlerische Vorgehensweise versuchen die Künstler*innen, Natur nicht einfach zu imitieren, sondern ihre Wirkungsweise experimentell zu erforschen. Entstanden sind Werke, die die Besucher*innen zu einer musikalisch-akustischen und vor allem zu einer gedanklichen Reise durch verschiedene Landschaften einladen.  
Der Titel „Imaginary Landscapes“ beinhaltet somit zwei verschiedene Ansätze – die Reminiszenz an einen der großartigsten Künstlerkomponisten des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig die mediale Auseinandersetzung mit Landschaft und deren künstlerische Reflexion in der gegenwärtigen Medienkunst. Dabei sollen ebenso die verschiedenen Dimensionen von Landschaft, die bereits im Begriff selbst angelegt sind, reflektiert, Dabei wird weniger an einem idealen Naturbegriff festgehalten, sondern Atmosphären geschaffen.

So operiert die Ausstellung in Anlehnung an Cages künstlerische Vorgehensweise, der die Natur nicht einfach imitierte, sondern die Wirkungsweise der Natur experimentell nachvollzog. Für Cage stellte die Natur vor allem ein Modell und ein Laboratorium für seine eigenen musikalischen Ideen und Forschungen dar. Insbesondere im Zusammenhang mit seiner Komposition „Imaginary Landscape“ beschrieb Cage die Landschaft nicht als real existierende, sondern den neuen Technologien vorbehaltene. Er rekurrierte damit auf einen technisierten Naturbegriff, in dem Natur und Technik kein Gegensatzpaar darstellen, sondern sich gegenseitig bedingen. Auch hier zeigt sich, dass Cage die Landschaft eher als Struktur- und Kompositionsmodell benutzte. Bereits im Titel der Ausstellung scheint dieser Naturbegriff als poetische Konstruktion auf, der vielmehr mit dem Kunstschönen und der Idee einer ästhetischen Vorstellung von Landschaft in Verbindung steht, als mit einem idealen Landschaftsbild.  

15. Juni - 11. August 2012

Kunstverein Gera e.V.
Am Markt 8/9
07545 Gera
www.kunstverein-gera.de

Öffnungszeiten:
Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-17 Uhr und nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei,